• Stefanie Knieper

Fortsetzung der unerwünschten Krimireihe

Aktualisiert: Juli 10

Großes Geflatter auf der Wiese

Nach dem traurigen Wegfraß unseres alten Truthahns, seiner lieben Frau und den 3 Küken hatten wir uns ja mit einem neuen Pärchen über den Verlust hinweggetröstet. Der Truthahn stellte sich auch gleich ganz gut bei den Damen an und verdrehte einer kinderlosen Lady den Kopf, so dass wir mit baldigem Nachwuchs rechnen. Sie hat sich ein hübsches verstecktes Nest im Dickicht gebaut und brütet dort.

Aber da wir ungeduldig sind, haben wir noch 7 kleine Putenküken dazugekauft, die von einer gutmütigen Putenmutti adoptiert wurden. Ein kleiner Nachzügler musste zunächst mit Wärmelampe und Gurke-Bananen-Pelletbrei im Haus aufgepäppelt werden. Nach zwei Nächten und einer Kuscheleingewöhnung unter meinem Pullover konnte es ebenfalls zu seinen Artgenossen.

Werner und Elisabeth haben mit ihrem Geflügeltaxi dann noch einmal 4 Putenhennen und 7 Küken abgeholt. Eine davon ist stolze Pflegemama von "Ostfriesischen Möwen", nachdem sie psychische Differenzen nach einer erfolglosen Gluckerei hatte.

Alle zusammen trappelten eigentlich als muntere Putenherde über die Putenwiese, gesichert über Strom, Stacheldraht, Schutzwall und einem 2m hohen Zaun. Mirko hatte zu guter Letzt auch noch die letzten kleinen Spelunken gegen kleine Fresstiere gesichert. Aber...


















Tragische Verluste

Ein kleines Küken ist leider im Wassertrog ertrunken. Ein weiteres wird jetzt vermisst. Es ist in einem kurzen Zeitfenster von 2,5h aus seiner Herde verschwunden. Das unwegsame Gelände erschwert die Suche. Auch von der brütenden Henne sind zwei Eier entwendet und zerstört worden. Das war garantiert nicht der Fuchs, denn der hatte auf dem Fahndungsbild ja nachweislich keinen Eierlöffel. Da hilft nur die Überwachungskamera. Und eine deutsche Dogge... hat vielleicht jemand eine übrig? Ich maaaag keine Krimis!

Pflege der vielen Quadratmeter Rasen und der Spielgeräte

Mit dem Rasenmäher waren wir bis vor Kurzem noch täglich zugange, da das Ende am Ende des Grundstücks auch gleichzeitig immer wieder der Anfang am anderen Ende war. Durch den Acker mit seinen angelegten Grün- und Blühflächen sowie dem Beerengehege kam außerdem eine gewaltige Fläche dazu. Und Tobias hat Verbot mit dem Trecker mit Mähwerk über meine liebevoll ausgesäten Blümchen zu fahren. Sozusagen eine plattgefahrene Angelegenheit.

Deshalb haben wir jetzt einen Rasenmähertrecker. Tolles Ding, tuckert mit schmalem Wendekreis über die Wiesen, frisst sauber das Gras ab und man muss die Bremse beim Schalten treten statt der Kupplung. Entspannte Angelegenheit bei sommerlichen Temperaturen. Der Einzige, der jetzt noch schwitzt, ist mein lieber Mann, wenn ich vorher nicht die Wiese von Rumliegzeugs befreie.


Die Holzspielgeräte sind wieder gestrichen und sehen wie neu aus. Svenja verteilte emsig die Farbe und wunderte sich, wie durstig Holz sein kann. Annelie hat sich mit dem Streichinstrument im zweiten Streichdurchgang die Nägel großzügig lackiert. Diesen Samstag nun der letzte Schliff: Svenja schwang noch einmal den Pinsel über die Turnstangen und nun ist es fertig.





Flugsicherung

Das Beerengehege ist gegen gefiederte Fluggeräte aller Art gesichert. Mirko und Werner haben in sengender Hitze ca. 270 Haken in das Holz geschraubt und ein Vogelschutznetz gespannt. Der Vogel, der es jetzt noch schafft eine Beere zu klauen, hat sie sich echt verdient.


Wachsen und Gedeihen im Folientunnel

Dieser ist doch etwas pflegeintensiver. Denn Unkraut gedeiht bei feuchtwarmen Klima ebenso gern wie die erwünschten Pflanzen und wächst dreist mittendrin. Gurken und Tomaten müssen immer wieder befestigt werden. Täglich muss man wässern und lüften. Auch das Anhäufeln und natürliche Düngen von Brokkoli und Blumenkohl muss immer mal wieder eingeplant werden. Dafür haben wir aber schon riesige Radieschen, Rucola, Gurken, Petersilie und Gartenkresse geerntet.





Ei ei ei ihr Hühnerchen

was habt ihr denn getan?

Fort seit einer Stunde schon ist euer lieber Hahn.


Ja wo ist er bloß?

Wir haben festgestellt, dass wir 9 Hähne haben. Einigen war es nicht anzusehen. 5 wurden deshalb nach einer kurzen und schmerzlosen Aktion in die Gefriertruhe umgesiedelt.

Dafür haben wir 10 neue Hühner dazugekauft. Jetzt können wir auch mehr Eier verkaufen und somit die Futterkosten finanzieren. Unsere Mädels übernehmen den Job und bereiten jedes Wochenende die Pappen und Eier vor und fahren durch die Nachbarschaft. Wer diese Eier isst, lässt zukünftig die Finger von den Eiern der armen eingesperrten, nackigen, kunstbeleuchteten, supermarktbeliefernden Hühner.









Angebote während der Woche

Wir haben begonnen regelmäßiges Programm anzubieten. Jeder von uns Vieren ist für eine Veranstaltung in der Woche verantwortlich. Ob Sport, gemütliches Kaffeetrinken, gemeinsames Kochen, Spielen, Impuls sowie Gespräch am Lagerfeuer oder sonstiges. Tobias hat uns schon drei Mal mit seinem Fitnesstraining eingeheizt. Ein Fettnesstraining gab es von Elisabeth und mir: einmal kochen und gemeinsam essen, einmal Kaffee und Kuchen für alle. Werner bietet samstags die Möglichkeit an, nach dem gemeinsamen Abendessen noch eine gute gesellige Zeit mit einem guten Wort am Lagerfeuer zu genießen. Jeden Samstagmorgen um 11Uhr kommen alle, die auf dem Hof arbeiten, zusammen, es gibt einen kleinen Snack und wir starten den Tag gemeinsam mit Gebet. Sonntags wird oft zusammen Lobpreis gemacht.



Wo sind die Kartoffeln und der Mais hin?

Fündig wurden wir unter dem Franzosenkraut, den Brennesseln, der Trichterwinde und dem Schneidegras. Es blieb uns jetzt nichts anderes übrig, als uns Stück für Stücke voranzuhacken und die erwünschten Pflanzen unter dem Unkraut wieder auszugraben. Elisabeth war immer wieder fleißig am Hacken und Harken und brachte etliche Pflanzen zum Vorschein. Gut, dass Svenja diese Woche gleich zweimal da war und uns neben dem Grillhüttesäubern auch hierbei unterstützte. Tapfer trotzte sie Schmutz und Wärme. Vollgestaubt und durchgeschwitzt haben wir jetzt alle Mais- und Kartoffelpflanzen befreit.


Auch auf unserem neuangelegten Spielplatz für "Große" arbeiten sich Sauerampfer und Breitwegerich durch die Holzschnitzel. Elisabeth verschwand die letzten beiden Wochen immer wieder auf dem Spielplatz und ich hoffte, sie vielleicht mal beim Schaukeln zu erwischen. Aber nein. sie hackte und zupfte unermüdlich das lästige Grünzeug.




Neues Bauprojekt

Werner und Mirko erweitern die Rückzugsmöglichkeiten für die Puten bei Nacht. Ein zweiter Stall soll entstehen, damit alle genug Platz haben, die Flügel von sich zu strecken. Die beiden Männer haben bereits die Punktfundamente gegossen und einige Bauteile vorgefertigt. Es geht voran.







Zersägen von Niklas Hühnerstallresten

Niklas hat sich jetzt, unter Anleitung von Werner, seinen Hühnerstall fertig gebaut. Auch Mirko durfte zwischendurch einmal mitzimmern, um die Hütte fertig zu bekommen. 12 Hühner leben, lieben und streiten sich in ihrem neuen Heim und haben schon das ein oder andere Ei gelegt. Das Projekt mutig in die Hand genommen, Muttern überzeugt und einfach umgesetzt! Echt stark, Niklas!

Das Restholz haben die Männer zersägt und Elisabeth hat es hübsch übereinander dekorativ zurechtgestapelt...fürs Feuer. Und die guten Stücke wandern in die FCSO für ein andere Bauprojekt. Das nenne ich nachhaltig mit Ressourcen umgehen!!!!



Erdbeeren

Svenja, zwei unserer Mädels und ich waren endlich in den roten Beeren. Montag läuft das Angebot "Marmelade kochen" und dafür mussten Kilos gestemmt werden..in den Kofferraum.

Nun hoffen wir mal, dass sie im kühlen Raum überleben.




Nach all den großen Bauprojekten verändert sich die Arbeit auf dem Hof allmählich. Alles will instand gehalten und gepflegt werden. Jeden Morgen machen Tobias und Mirko einen Zaungang und kontrollieren, ob sich jemand Zutritt verschaffen wollte. Die Hühner und Puten müssen frisches Wasser bekommen, gefüttert, geweckt und zu Bett gebracht werden. Eier werden regelmäßig aus den Nestern geholt und verpackt. Hin und wieder wird ausgemistet. Unkräuter müssen aus dem Acker und den Beeten entfernt werden. Für gemeinsame Aktionen gehört auch dazu, dass die Grillhütte und andere Räumlichkeiten geputzt werden. Viele wichtige und zum Teil auch seelsorgerliche Gespräche werden geführt. Manchmal sind es auch spontane Besuche oder Telefonate. Es wird gekocht, gebacken, gegrillt, gegart, geschnippelt und gedeckt für alle hungrigen Arbeiter. Und dann ist da noch der ganze Rasen... Der Folientunnel samt Inhalt verlangt auch nach etlichen Handgriffen hier und dort. Abends müssen Unmengen Nacktschnecken von den Beeten gesammelt werden. Da wäre noch das Einsammeln von Unmengen Spielzeugen, die Wasserüberwachung des Pools und vieles mehr. Neben dem Beruf, Haushalt und Familie ist es viel Arbeit. Aber Gott schenkt täglich immer wieder neue Kraft und wunderbare Menschen, die mit anpacken. Wir lernen gerade, wie wichtig es ist sich in allen Dingen des täglichen Lebens von Gott führen zu lassen. Alleine brauchen wir hier gar nicht erst anzufangen. ER ist es, der das Vollbringen schenkt.

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