• Stefanie Knieper

Täter schlägt erneut zu

Aktualisiert: Juli 10



Was sich auf dem Hof Anfang letzter Woche zugetragen hat, ist ein wirkliches Drama.

Am Montagnachmittag, als Werner F. auf der Putenwiese nach dem Rechten sehen will, folgt der bislang nicht vorbestrafte Snoopy F. unbemerkt. Auf der Wiese, die eigentlich nur für Befugte zu betreten ist, verbirgt er sich im hohen Gras und wartet ab, bis Werner F. den Ort wieder verlässt. Snoopy F. bleibt zurück. Vermutlich traf er sein Opfer eher zufällig, das nichts böses ahnend im Gebüsch brütete. Als er die Mutterpute aufgescheucht hatte, machte er sich ans Werk und entfernte 10 ihrer Bruteier. Ihr Schicksal ist noch ungewiss. Die Fotos der Überwachungskamera werden momentan ausgewertet. Da Snoopy F. geständig ist, die Putenwiese eigenmächtig betreten zu haben und bislang auch noch nicht bei der zuständigen Polizeibehörde in Erscheinung getreten ist, kam er mit einer Bewährungsstrafe davon.




Zwei Nächte später schlug fatalerweise ein weiterer Täter zu. Reinecke F. versucht sich Zutritt zur Putenwiese zu verschaffen. Im Schutz der Dunkelheit probiert er den Zaun zu untergraben. Dabei stößt er jedoch auf den zur Sicherheit installierten Stacheldraht und lässt zunächst von seinem Vorhaben an dieser Stelle ab. Nach weiteren 5 Grabversuchen an anderen Orten erreicht er sein Ziel. Er untergräbt einen Erdnagel, der sich daraufhin löst und der Stacheldraht rollt sich auf, sodass Reinecke F. hindurchkriechen kann. Innen angekommen, macht er sich sofort auf die Suche nach dem Opfer. Im Gebüsch wird er fündig und stürzt sich sofort auf die brütende Henne, der die Flucht nicht mehr rechtzeitig gelingt. Nach dem heimtückischen Mord kehrt er an den Tatort zurück und entwendet auch die letzten drei Bruteier. Überwachungsvideos zeigen den Täter in seiner ganzen Größe. Da Reinecke F. bereits mehrfach vorbestraft ist, wird er demnächst eine Haftstrafe verbüßen müssen. Ein Zusammenhang zwischen der Tat von Snoopy F. und Reinecke F. besteht nicht. Hinweise werden gerne entgegengenommen.




Wir sind alle sehr traurig über den Verlust und es tut uns so leid für die Henne und ihre Eier. 4 kleine Küken sind ebenfalls verschwunden, eines haben wir tot aufgefunden und wissen nicht, was passiert ist. Da wir die Tiere so naturnah und ursprünglich halten, wie es geht, kann so etwas natürlich immer passieren. Aber trotzdem nimmt es uns sehr mit und wir tun alles, um noch mehr Schutz für die Tiere zu bieten.



Nun aber noch etwas erfreulicheres, damit ihr lieben Leser nicht in gedrückter Stimmung ausharren müsst! Was haben wir sonst noch gemacht?


Kampf dem Buchsbaumzünsler

Er frisst und frisst und merkt nicht, dass wir mit seiner Fresserei nicht einverstanden sind.

Der Buchsbaumzünsler hat unsere kleine Buchsbaumhecke gefunden und zu seinem neuen Heim auserkoren. Und so sieht sie jetzt auch aus: angenagt. Da hat er aber nicht mit Elisabeth gerechnet. Die hat ihm zappzarapp das Fresschen vor der Nase abgeschnitten und damit den Vögeln den Tisch gedeckt. In zwei Wochen schauen wir dann mal, ob mehr von der Hecke oder mehr vom Zünsler übriggeblieben ist.





Das Baumhaus wächst weiter

Werner hat sich letzte Woche Zeit genommen, um mit den Kindern am Baumhaus weiterzubauen und ihnen damit die ein oder anderen handwerklichen Fähigkeiten beizubringen. Mit Daniel wurde die Geländerkonstruktion für die zukünftige Terrasse befestigt. Bettina und Christine durften dann an drei Seiten die Schwarten anbringen. Dort könnte man jetzt an der Reling stehen und die Spaziergänger beim Gassigehen gucken.





Baumschälarbeiten

Als Hauswirtschafterin kann man gut und schnell Äpfel schälen. Aber dass sie ebenso schnell und gut Bäume schälen kann, hat Elisabeth jetzt auch bewiesen. Der letzte entrindete Stamm liegt nun als Abgrenzung des Spielbereichs und hält die Hackschnitzel bei Fluchtversuchen auf.




Auf unserer Wiese gehet was

mit der Sense. Und das ist nicht Gevatter Tod, sondern Mirko, der Hühnerfutter mäht. Auf der Blühwiese sind herrliche Wildblumen und Kräuter aufgeblüht, in deren Genuss unsere lieben eierlegenden Hühner nun immer wieder kommen. Von wegen Entwurmen mit der Chemiekeule. Von wegen Antibiotika gegen Husten-Schnupfen-Heiserkeit. Von wegen Milbenbeseitigung vom Kammerjäger. Einfach nur Vitaminbomben vom Feld. Wie wäre es mit einem Ei mit Wildkräutergeschmack?



Auf unserer Wiese mähet was

mit dem Rasenmähertrecker. Und das ist wieder mal Mirko. Auch er hat Gefallen an diesem 23 PS-starken Gefährt gefunden und die Rasenstreifen zwischen den Blühstreifen gemäht, damit man das Blühen auch sehen kann. So konnten wir ein Blumensträußchen für unsere kleine Annelie finden, der zu Ehren am Sonntag ein kleines Fest gefeiert wurde.




Auf der anderen Wiese auch

und das war Elisabeth. Auch ihr Teil des Gartens musste mit dem Rasenmäher bearbeitet werden. Nun ist es wieder ordentlich.


Auf der nächsten Wiese ebenso

und das war ich. Annelie ratterte auf meinem Schoß mit durch unseren Gartenanteil und machte aus der Lenkung eine Servo-Lenkung.


Auf unserer Scheune sitzet was

und auf meinem Rückspiegel vom Auto auch?! Ein kleiner Steinkauz flog am hellichten Tag über den Hof, nachdem er die Frisur in meinem Rückspiegel geprüft hatte und staunte, was hier so los ist. Abends erfreute er uns dann mit seinem Ruf... naja... etwas laut, der Gute. Aber ist NATUR :-)



An unserem Zaune lieget was

Den Putenzaun hat Tobias erst einmal mit Schwarten abgedichtet, damit der hungrige Fuchs nicht wieder die gleiche Stelle als Eintrittstor für die Mitternachtsspeisung nutzt.


Eierverkauf

Die Mädels waren wieder motiviert bei der Arbeit. Eierpappen vorbereiten, Eier sortieren und ggf. waschen und verladen. Hochorganisiert sind sie inzwischen. Aber wenn man mit einem Eis, Hanuta und guten Worten von den Nachbarn verwöhnt wird, dann fällt einem die dazugehörige Arbeit gar nicht mehr so schwer. Danke ihr lieben Nachbarn! Unsere Mädels freuen sich immer besonders darauf.





Ansonsten hatten wir diese Woche alle Hände voll zu tun: Gespräche, die tägliche Arbeit auf dem Hof, im Haushalt und im Beruf und ein Weiterbildungsseminar. Außerdem hatten wir zwei Feiern. Niklas zelebrierte seine Konfirmation am Sonntagabend noch einmal bei uns auf dem Hof nach mit Gesang nach Maultrommel, Cajon und Gitarre. Nachmittags war unsere Annelie die Hauptperson, da sie Einsegnung hatte und wir dieses schöne Ereignis mit unserer Familie und der Patentante gefeiert haben.






Jetzt noch die Frage der Woche:

Welches Tier verursacht diese Spuren im Sand? (Ideen bitte als Kommentar)



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